Mittwoch, 29. Mai 2013

Der heilige Daum

Freunde, Homiez, Bekannte, Fremde, was geht?


Heute war das Wetter einigermaßen ok, ab und zu kam ein wenig Regen runter, aber das stört die Leute hier in Schleswig Holstein wohl glaube ich gar nicht mehr.
Ich habe heute nämlich rausgeschaut und voller Elan gedacht:
"BÄM! Ab in die Stadt!" Und das heißt bei mir immer,
Daumen raus und trampen.
Für die Leute die nicht wissen was trampen ist, hier der Text von einem TOTAL diskreten Lehrvideo:

"HOW TO: Heute mit dem Thema, Trampen!
Man stellt sich ganz vorne in eine Einfahrt einer Bushaltestelle oder in eine kleine Einbuchtung an der Straße hin und streckt seinen Daumen zur Straße aufrecht aus. Haben sie das getan? Super!
Nun bleiben sie stehen und warten sie. Auf keinen Fall das Lächeln vergessen, sonst denken die Fahrer noch sie wollen sie töten oder vergewaltigen, aber das wollen sie ja nicht, sie wollen nur nach Hause! Also immer weiter lächeln, so ist es gut. 
Wenn einer anhält, sagen sie ihr Wunschziel und steigen sie ein, VIEL ERFOLG!" 


Ähm ja..
Ja ne, echt jetzt Leute, ich trampe seit 2 Jahren regelmäßig zwischen Schleswig und Kiel hin und her. (Ich komme anders gar nicht mehr hier weg!) Habe aber auch schon Strecken nach Hamburg und Flensburg geschafft und bin mit meinem "goldenen Daumen" schon bis nach Koppenhagen gekommen, (was ich nächsten Monat auch machen werden, aber darüber werdet ihr noch alles erfahren!) 

Swetlana, 14. fragt:
"Aber Quinn, warum trampst du überhaupt?"

Hier die Vorteile:
  1. Es ist Kostenlos (Da eine Strecke von meinem Wohnort nach Eckernförde gerne mal 2,40 kostet und nach Kiel sogar 6,00)
  2. Man lernt super nette Leute kennen mit denen man plaudert (Im Bus sitze ich immer alleine und esse Melone...For ever a Melone!!!!)
  3. Man kommt schneller an (Da die Busse an jeder, verfickten, ausgestorbenen und verlassenen Haltestelle anhalten müssen..)
  4. Man kann den Leuten jeden scheiß erzählen (Ich erzählte schon mal das ich aus der Schweiz kam, das ich mein Abitur gemacht hatte und nun durch Deutschland reiste etc. Man kann halt einfach mal paar Minuten seine Geschichte so gestalten wie man will!)   
Jeremy Pascal, 49. fragt:
"Und was ist nicht so toll an dem trampen Quinn?"

Hier die Nachteile:
  1. Man muss oft immer das gleiche sagen (Wo kommen sie her? Was machen sie so? Aha, und danach? Mensch und das macht ihnen spaß?...Viele Autofahrer fragen immer nur solche Sachen und weil das echt viele tun, ist man nur am wiederholen. Deswegen fange ich meistens die Gespräche an und versuche den Dialog einmalig zu gestalten, 0815 Fragen hasse ich.)
  2. Manchmal will man einfach nichts sagen (Aber die Leute fragen ein trotzdem aus, obwohl es Tage gibt wo man einfach die Kopfhörer reinstecken und nichts sagen will.)
  3. Manchmal steht man echt scheiße lange (Das längste bei mir waren mal 40 Minuten. Ich hatte Hunger, es hatte geregnet und es war kalt...)
Aber Hey! Es bringt mit Spaß und es ist immer nett! so oder so, ach und ich armer Schüler spare auch noch! 

Also Leute, wenn ihr mich das nächste mal seht, nimmt mich mit! 
Bis dahin, Haunse Rein!

 


 
 

 










 

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